DAS ZENTRUM: TREFFPUNKT FÜR DIE KULTUR DER ERHALTUNG
Das Europäische Zentrum für die Berufe in der Denkmalpflege wurde 1977 in Venedig auf Initiative des Europarates und zahlreicher internationaler Einrichtungen und Organisationen gegründet und 2008 von der Fondazione Villa Fabris mit Sitz in Thiene, in der Provinz Vicenza, aufgenommen.
Als Einrichtung, die dem Schutz, der Förderung und der Wiederverwertung des Kulturerbes durch die professionelle Ausbildung gewidmet ist, führt das Zentrum eine intensive Lehrtätigkeit in den Räumlichkeiten durch, die der in einem wunderschönen grünen Park gelegenen Villa aus dem 18. Jahrhundert gehören.
An den Kursen nehmen Handwerker, Architekten, Restauratore und Kunstliebhaber aus ganz Europa und aus vielen außereuropäischen Ländern teil. Im Laufe von über dreißig Jahren wurden seine Kurse von mehr als 7.000 Teilnehmer aus etwa 60 Ländern besucht
Die Mission des Zentrums liegt darin, die Kultur der Erhaltung und Wiederverwertung der bestehenden Bausubstanz durch die Ausbildung von selbstbewussten und qualifizierten Experten zu fördern, sowie Sensibilisierungsinitiativen in verschiedenen Bereichen in der Gesellschaft und auf dem Territorium voranzubringen.
DIE ANFÄNGE
Das Zentrum wurde auf Initiative des Europarates gegründet und stellt eins der konkreten Ziele des Europäischen Denkmalschutzjahres 1975 dar. Alle Mitgliedstaaten des Europarates, die UNESCO, die Kommission der Europäischen Gemeinschaften und andere internationale Organisationen teilten damals das doppelte Ziel, das Können der Handwerker zu retten und zu fördern, sowie zur Erhaltung von der Stadt Venedig beizutragen. Es ist deswegen wichtig zu betonen, dass das Zentrum auf einem internationalen Konsens basiert, der von den nationalen Parlamenten, Regierungen und Denkmalschutzämtern unterstützt wurde.
Als Rechtsform war das Zentrum ursprünglich das „Exekutivorgan“ der Europäischen Stiftung PRO VENETIA VIVA, die vom Europarat gegründet und verwaltet und in Italien sowie in der Schweiz anerkannt wurde. Viele Jahre lang wurde ihre Finanzierung durch die Beiträge der Gründer gesichert. Aus diesem Gesichtspunkt ist das Zentrum eine politische partnerschaftliche Schaffung.
In Mai 2007 ist das Zentrum in der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Villa Fabris in Thiene, in der Provinz Vicenza, untergebracht. 2008 wurde es von der Fondazione Villa Fabris aufgenommen, einer Einrichtung ohne Gewinnzweck, die dem Ziel verfolgt, den Schutz und die Erhaltung des lokalen und internationalen Kulturerbes zu fördern.

DIE TÄTIGKEITEN DES EUROPÄISCHEN ZENTRUMS
Die Aufgabe, mit der das Zentrum beauftragen wurde, widerspiegelt sich konkret in der internationalen Zusammensetzung der Lehrkräfte und der Teilnehmer, sowie in der Integration von Theorie und Praxis und in der Wiederverwertung der Insel von San Servolo, Besitz der Provinz Venedig.
Die Gründer betrachteten das Zentrum, außerdem, als Beitrag des Europarates zum Schutz und zur Erhaltung Venedigs als Bestandteil der Weltkampagne, die nach der katastrophalen Überschwemmung im November 1966 in Venedig und Florenz gestartet wurde. Die vom Zentrum in Venedig ausgeführte Erhaltungsarbeit wird in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Handwerkern durchgeführt.
Ab Mai 2007 hat das Zentrum in der Villa Fabris aus dem 18. Jahrhundert, in Thiene in der Provinz Vicenza, seinen Sitz. Diese neue Lage war notwendig, um die kulturelle Landschaft als Studienbereich zu gewährleisten, die laut der Grundsätze der Europäischen Landschaftskonvention von Florenz als Zusammensetzung unterschiedlicher natürlichen und künstlichen Elemente betrachtet wird.
PROGRAMME UND VORHABEN
Das Zentrum war und bleibt noch die einzige Einrichtung in Europa, die die Kurse in vier Sprachen anbietet: Italienisch, Französisch, Englisch und Deutsch. Es bietet Kurse und Module unterschiedlicher Dauer an: von einer Mindestdauer von 16 Stunden, über einwöchige Kurse, bis zum dreimonatigen Ausbildungskurs in der Denkmalpflege.
Von 1977 bis 2008 haben circa 7.000 Teilnehmer aus über 60 Ländern – am meisten europäischen Ländern - an den zahlreichen Tätigkeiten des Zentrums teilgenommen. Das durchschnittliche Alter der Teilnehmer beträgt 30 Jahre und das Berufsprofil ist mit Handwerkern, Restauratoren, Architekten, Ingenieuren, Ausbildern und Kulturveranstaltern sehr unterschiedlich.
Zahlreiche nationale und internationale Vorhaben wurden vom Zentrum oder in Zusammenarbeit mit politischen und professionellen Institutionen entwickelt bzw. verwaltet. Dadurch genießt das Zentrum von einem international anerkannten Image und es ist für entsprechende Initiativen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene zur Bezugseinrichtung geworden. Es hat außerdem eine bahnbrechende Rolle in der Bildung und Förderung der Berufe in der Denkmalpflege gespielt.
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